Wieder Erdbeben in Les Cayes. Wir helfen!

Liebe Fonmeh-Freunde, Bekannte und Sponsoren,
die Ereignisse in Haiti hören nicht auf: politisches Chaos und weitere Naturkatastrophen haben das Land fest im Griff.
2010 war das schreckliche Erdbeben, bei dem über 300.000 Menschen ihr Leben verloren haben und im Zuge dessen unser Hilfsverein für die Versorgung der Waisenkinder gegründet wurde. Im Jahr 2016 waren wir wieder sehr schwer betroffen: durch Hurricane Matthew. Am Samstag, dem 14. August 2021, nur elf Jahre nach dem letzten so verheerenden Erdbeben, mussten die Einwohner von Les Cayes nun wieder eins erleben: in Stärke 7,2 auf der Richterskala.
Schätzungen zufolge haben dabei über 1000 Menschen ihr Leben verloren – auch Freunde und Partner sind unter den Opfern. Es ist zu befürchten, dass die Zahl der Todesopfer noch viel höher ist. Wie in den letzten Jahren, wird Fonmeh auch dieses Mal die Menschen dort nicht allein lassen. Wir we-den mit anpacken, wo wir können.

Wie geht es unseren Kindern und dem Waisenheim?
Zum ersten Mal waren so viele Kinder bei Angehörigen in den Ferien, und ausgerechnet da passierte das Erdbeben. Zum Glück ist nur ein Kind leicht verletzt worden, als es sich bei dem starken Beben nicht mehr auf den Beinen halten konnte. Auch unseren Studenten in der Hauptstadt geht es gut. Unser Haus steht noch, keine seiner Mauern ist zusammengebrochen. Wir sind Gott sehr dankbar, dass wir so stabil bauen konnten. Das Haus hat aber viele Risse, so dass es nicht betreten werden darf, bis es überprüft und freigegeben ist. Kinder und Mitarbeiter schlafen dort bis auf Weiteres unter freiem Himmel.

Es gilt jetzt, schnell Zelte für sie zu organisieren!
Denn der Tropensturm „Grace“ ist angekündigt, und wir hoffen inständig, dass er einen anderen Verlauf nimmt und nicht auch noch auf Les Cayes trifft. Denn das wäre richtig schlimm für die Einwohner, die schon so viel verloren haben. Wir hoffen und beten mit ihnen, dass es nicht soweit kommt.

Einige Fakten zum Erdbeben:
– Tausende Menschen sind jetzt unterversorgt.
– Krankenhäuser sind überlastet und können nur im Freien erste Hilfe leisten.
– Es fehlt an Trinkwasser und Essen.
– Straßen sind verschüttet.
– Mehr als 3000 Menschen werden vermisst.

Was wir tun können:
– Wir eruieren die Lage und die Möglichkeiten dort.
– Wir stehen in engem Kontakt mit unseren Mitarbeitern und Geistlichen vor Ort.
– Wir stellen vor Ort ein Hilfs-Team zusammen.
– Fonmeh überweist umgehend einen Betrag zur Soforthilfe für die Familien der Opfer.
– Wir schreiben viele Menschen an in der Hoffnung, ein paar Spenden für die Opfer zu bekommen.

Risse im Pavillon

Momentan können wir die Schäden am Waisenhaus noch nicht fachmännisch schätzen lassen, aber Fotos zeigen uns, dass sie etwa 40.000 US-Dollar oder mehr kosten könnten. Auf dem Grundstück hatten wir auch einen festen Pavillon gebaut, der jetzt massiv zerstört ist. Einige Teile der Mauer, die wir zur Umzäunung des Grundstücks bauen mussten, liegen jetzt in Trümmern. Auf unserer Homepage werden wir euch über die neuen Entwicklungen auf dem Laufenden halten.
Wenn ihr für die nötigen Hilfsaktionen spenden wollt, gebt bitte als Verwendungszweck „Erdbeben“ an. Wir danken euch jetzt schon für eure Unterstützung.

SPENDENKONTO:
FONMEH e.V.
Raiffeisenbank Hersbruck
IBAN: DE77 7606 1482 0000 3777 08
BIC: GENODEF1HSB
Verwendungszweck: Erdbeben

Mit vielen Grüßen
Euer Mondi Benoit