Alles rund um Haiti

Repiblik d’Ayiti

Flagge Haitis

2010 richtete ein Erdbeben verheerende Zerstörung in Haiti an, die Folgen sind bis heute spürbar. Etwa die Hälfte der Einwohner leidet humanitäre Not, rund 5 Mio. Menschen sind unterernährt.

Lage

Haiti ist der westliche Teil der Insel Hispaniola, neben der Dominikanische Republik. Zu den Nachbarstaaten der karibischen Insel zählen Kuba, Jamaika und die Bahamas. Die Hauptstadt ist Port-au-Prince, die das Epizentrum des verheerenden Erdbebens 2010 darstellte.         
Unser Waisenhaus befindet sich im Süden des Landes in der Nähe von Les Cayes. Mit dem Auto benötigt man auf der einzigen ausgebauten Straße Haitis von der Hauptstadt aus ca. 3 Stunden.

Bevölkerung

In Haiti wird nur ein sehr kleiner Teil der Geburten und Todesfälle registriert. Demnach beruhen alle Angaben der Einwohnerzahlen ausschließlich auf Schätzungen. Diesen Zahlen zufolge leben ungefähr 11 Millionen Menschen in Haiti, wobei davon ca. 2,6 Millionen in und um Port-au-Prince leben.

Sprache

Grundkenntnisse in Französisch sind bei einem Aufenthalt auf der karibischen Insel von Vorteil. Die Amtssprache des Landes ist Französisch. Der überwiegende Teil der haitianischen Bevölkerung spricht jedoch ausschließlich haitianisches Kréol, eine Mischung aus Französisch und afrikanischen Sprachen.

Klima/Geografie/Wirtschaft

Das Klima ist subtropisch bis tropisch. Von Juni bis Ende November ist Wirbelsturmsaison. In dieser Zeit muss mit Tropenstürmen und Starkregenfällen gerechnet werden, die zu Überschwemmungen und Erdrutschen führen. So wurde im Jahr 2016 Haiti vom Wirbelsturm Matthew stark getroffen. Dieser hinterließ ein Band der Verwüstung und zerstörte damit erneut das Leben vieler Familien.

Die Existenzgrundlage für den Großteil der haitianischen Bevölkerung stellt die Landwirtschaft dar. Die Hauptprodukte sind Kaffee, Mangos, Rohrzucker, Hirse und Holz. Insgesamt ist das Land wirtschaftlich gesehen von den Importen aus dem Ausland abhängig.

Ein großes Problem des Landes ist der schlechte Zustand der Straßen und der Transportinfrastruktur. Doch funktioniert die gesamte Infrastruktur nur eingeschränkt. Sowohl das Gesundheitssystem als auch die Wasser- und Energieversorgung sind unzureichend vorhanden und meist nur der privilegierten Oberschicht zugänglich. Neben der stark von der Inflation gebeutelten Währung Gourdes gibt es in Haiti noch den sogenannten „haitianischen Dollar“ – eine fiktive Währung, die nur dem Preisvergleich dient.